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Geografie und Geschichte
| Geografie |
Die Insel Rügen liegt in der Ostsee und ist die größte Deutsche Insel – und wie man immer wieder hört: auch die schönste. Sie bildet gleichzeitig den Landkreis Rügen und gehört zu Mecklenburg-Vorpommern, auf ihr leben etwa 80 Tausend Einwohner in 4 Städten und 40 Gemeinden. Die zentral gelegene Inselhauptstadt ist Bergen auf Rügen. Die Verbindungen vom Festland gehen von Stralsund aus, es handelt sich um den alten Rügendamm mit der Ziegelgrabenbrücke (Zugbrücke) und die erst 2006 und 2007 errichtete neue Rügen-Brücke; deren Eröffnung wurde am 20. Oktober 2007 durch die Bundeskanzlerin, Frau Merkel vorgenommen. Rügen ist eine traumhaft schöne Insel mit grünen Alleen, romantischen Häfen, weißen Kreidefelsen, mit Rohr gedeckten Fischerhäusern, einzigartiger Bäderarchitektur und feinsandigen Stränden, es ist die Insel der Dichter und Denker. |
Die geografischen Daten lauten auf
- 13° 43' bis 13° 35' Länge und 54° 11 ' und 54° 39' Breite
- 51,4 km Nord/Süd-Ausdehnung
- 42,8 km Ost/West-Ausdehnung
- 967,72 qkm Fläche
- 573,4 km Umfang infolge Zerstückelung
Die höchsten Erhebungen sind
- Piekberg (Jasmund, Stubnitz), 161 m ü/NN
- Königsstuhl, 117 m ü/NN
- Südöstliches Hügelland der Granitz/Jagdschloss, 107 m ü/NN
- Rugard in Bergen, 90 m ü/NN
- Dornbusch auf Hiddensee, 70 m ü/NN
- Kap Arkona, 46 m ü/NN
- zum Vergleich: Königshörn bei Glowe: 9 m ü/NN
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Geschichte. Die Zeugnisse der Geschichte Rügens reichen weit zurück, nämlich: |
| vor 13000 Jahren |
| Ende der Vereisung > Tundra > subarktische Klimaperiode > Tundra |
| vor 11000 Jahren |
| Paläolithikum > Altsteinzeitliche Rentierjägergruppen auf Rügen. |
| vor 10000 Jahren |
| Klima: warm gemäßigt bis feucht warm. Rügen Bestandteil des südbaltischen Festlandes. |
| vor 8500 Jahren |
| Mesolithikum: Besiedlungsversuche von Jägern, Sammlern, Fischern (Maglemosekultur). |
| um 3800 Jahre vor Zeitrechnung |
| Spätmesolithikum: Höchster Stand des Litorina-Meeres. Rügen besteht aus Inseln, Buchten Haken, Abriegelungen. Anfänge einer dauerhaften Besiedlung: Lietzow-Kultur. Stichbandkeramik. Keine Beweise für Ackerbau und Viehhaltung. Neolithikum. |
| ab 3000 Jahre vor Zeitrechnung |
| Einwanderung der Trichterbecherkultur, wahrscheinlich von Südosten.Großsteingräber. |
| um 2000 Jahre vor Zeitrechnung |
| Klimaveränderung: kühler und feuchter. Intensivierung von Ackerbau und Viehhaltung. Steinwerkzeuge werden teilweise durch solche aus Bronze ersetzt bzw. ergänzt. |
| ab 1800 Jahre vor Zeitrechnung |
| Hügelgräber > Flachgräberfelder mit Urnenbestattung. Einfuhr von Bronze aus dem Süden notwendig. Handelsbeziehungen. |
| um 600 Jahre vor Zeitrechnung |
| Übergang zur Eisengewinnung aus einheimischem Roseneisenerz. Brennöfen. Jastorfkultur (Jastorf bei Uelzen) verbunden mit germanischer Völkergruppe. Entwickelt sich parallel zur Latènekultur im südlichen Mitteleuropa. Eisenverarbeitung und -Gewinnung von dort übernommen. Hauptsächlich Tierhaltung. Stamm der Rugier westlich der Weichselmündung mindestens seit der frühen römischen Kaiserzeit. |
| um 300 Jahre vor Zeitrechnung |
| Abwanderung der Rugier entlang der Oder nach Süden zur mittleren Donau und Oberösterreich. |
| ab 6. Jahrhundert |
| Altslawische Siedlungsperiode > Einwanderung slawischer Stämme. Ackerbau, Viehhaltung und Handwerk. Anlage von Burgen (Holzbefestigungen) und Handelsplätzen. Verbindungen nach Skandinavien und Mitteleuropa. Die Ranen auf Rügen |
| ab 9. Jahrhundert |
| Druck des deutschen Feudalstaates nach Osten gegen Obodriten, Wilzen und Lutizenbund. |
| ab 11. Jahrhundert |
| Jungslawische Siedlungsperiode. Soziale Differenzierung innerhalb des Ranenstammes sehr weit fortgeschritten > adlige Oberschicht, Priesterkaste, Bauern, Handwerker, Krieger. Fürstenburgen. Handelsplätze. Zentrale Heiligtümer. |
| ab 12. Jahrhundert |
| Auseinandersetzungen zwischen Ranen und Dänen, Obodriten, Sachsen. |
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